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16.07.2013

Megavalanche 2013 oder das längste und härteste Downhill Rennen der Welt

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Die Megavalanche zieht seit Jahren Profi Athleten genauso wie Touristen Fahrer aus aller Welt an. Nirgendwo sonst bekommt ein derartiges Spektakel und vor allem eine derartige Bandbreite an Fahrern, Leistungsniveaus, Material und Streckenabschnitte geboten, das auch noch in einem miesen Massenstart Format, dass Dir wirklich von Anfang an das Adrenalin in die Venen pumpt: Alarma!


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Mittwoch. Der erste Trainingstag.

Während Claire schon seit Montag vor Ort war, kam ich erst jetzt von meinem Spielplatz in Portes du Soleil an, wo ich mich  bereits am Wochenende warmgefahren hatte.

Nachdem die Startnummern eingesammelt waren, nahmen wir uns erstmal die komplette Finallauf Strecke vor: Das Hauptrennen startet auf dem Gipfel des Pic Blanc auf 3300m – das Ziel liegt in Allemont auf 730m.

Dazwischen gibt es alles was das Bikerherz begehrt, für jeden ist etwas dabei: Schnee, loses Geröll, feine Singletrails, Anlieger, Tretstücke & jede Menge Wurzeln im unteren Teil. Unglücklicherweise blieb ich gleich im oberen Teil mit meinem Schaltwerk an einem Felsen hängen – das hieß dann erstmal zurück nach Oz, um mein Meta SX sofort in einen 1A Zustand zu bringen. Anschließend ging es weiter, den restlichen Teil der Strecke begutachten. Abends wurde der Tag dann bei einer lockeren Runde am “Pumptrack” beendet.
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Donnerstag. Qualistreckentestlauf.

Am Donnerstag hatten wir uns die Quali Strecke vorgenommen. Der Start ist auf dem Dome des Rousses auf 2810m und das Ziel in Huez Village auf 1500m, was mit seinen 1310m Unterschied nur knapp über die Hälfte der Final Strecke ergibt aber auch nicht zu unterschätzen ist.

Gestartet wurde zwischen Schneewänden, da hier die Strecke extra für das Rennen frei planiert werden musste. Danach ging es in einen offenen Teil mit Riesen Felsplatten und kleinen Schneestücken: Dort könnte man mit einer guten Line einige Plätze gut machen. Der darauf folgende Teil war sehr felsig und steil, mit viel losem Geröll. Danach fing der wirklich spaßige Teil an. Super Anlieger und kleine Tables luden zum laufen lassen ein.

Freitag. Qualifying.

Früh aufstehen war die Devise, meine Gruppe startete bereits um 11:00 Uhr – spätestens um 8:30 Uhr musste man sich demnach schon auf den Weg Richtung Start machen.

Oben angekommen waren noch 2 Gruppe vor mir und danach ging es los: Ich startete aus der 2. Startreihe, prinzipiell super, allerdings kam ich durch langsamere bzw. herumliegende Fahrer in der 1. Reihe nicht richtig zum Zug.

Nach dem nicht ganz glücklichen Start konnte ich dann trotzdem noch einige Plätze gut machen, besonders im oberen Teil, denn die Anlieger erlauben nur sehr riskante Überholmanöver. Im Ziel angekommen freuten wir uns über einen 20. Platz von 109 gestarteten Fahrern – ein super Ergebnis und somit qualifizierte ich mich für das Hauptrennen!

Claire hingegen startete um 13:45, in den ersten Kurven konnte Sie Ihre Startposition in der 1. Reihe sehr gut halten, leider verfing Sie sich mit einer anderen Fahrerin und stürzte: Ein sehr häufiges Schicksal bei der Mega. Die Fahrerin hinter Ihr konnte leider nicht mehr ausweichen und fuhr Ihr über die Hand, noch war noch nichts verloren, sie stieg wieder aufs Rad doch die Pechsträhne hörte nicht auf. Im Ziel angekommen können wir leider nur von diversen Prellungen und 2 Platten berichten. That’s Racing.

Den Samstag konnte ich dann zum Kraft tanken nutzen, mein Meta und ich machten uns für das heiß erwartete Finale bereit: Die Hauptgruppe startet um 9 Uhr – da heisst es bereits um 6 Uhr aufstehen, damit man um 7.15 am Lift stehen kann. Doh!

Sonntag. Hauptrennen.

Oben auf dem Pic Blanc war es sehr frisch – jetzt war erstmal warten angesagt.

Ich stand in Startreihe J und bei A ging es los, demnach fast ganz hinten. Am Start war überhohlen kaum möglich, jedoch konnte ich am  Gletscher ein paar Plätze gut machen. Auf dem steinigen Singletrail bildetet sich wie so häufig Schlagen, da sich einige Fahrer schwierige Sektionen nicht zutrauten und schoben. Überholen kann man hier fast vergessen.

Kurz vor Alpe d’Huez konnte man auf den Steigungen besser Plätze gut machen, jedoch auch verlieren – demnach gab ich ordentlich GAS!  Am langen Straßenanstieg herrschte richtige Rennatmosphäre mit sehr vielen Zuschauern, die einem durch lautstarkes anfeuern denn Anstieg erleichterten. Man merkt, dass die Tour de France hier häufiger gefeiert wird. Jetzt ging es in den Waldtrail hier konnte ich in den breiten wurzeligen Kurven noch einige Plätze gut machen!

Letztendlich kam ich mit einer Zeit von 1h:01min im Ziel an – 241. in der Gesamtwertung – 121. in meiner Altersklasse! Ein super Ergebnis welches nächstes Jahr sicherlich noch besser aussehen wird!

Viele Grüsse und Happy Trails!

Thomas